Ein Test des ADAC mit Warnwesten lieferte unlängst ein erschreckendes Ergebnis. Dieses war Auslöser für den Verband Technischer Handel (VTH), sich dem Thema zu widmen. Wie man Warnwesten richtig einsetzt und wann sie eine Aufgabe nicht mehr erfüllen, weiß der VTH.
Der Warnwesten-Test des ADAC lieferte ein erschreckendes Ergebnis: 60 Prozent aller Westen reflektierten kaum oder gar nicht. Aber: Alle durchgefallenen Modelle waren Billigkäufe aus dem Internet.
Warnwesten gehören nicht nur in jedes Auto, sondern sie zählen für viele Angestellte zu einem der wichtigsten Teile der Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) im Arbeitseinsatz. Sie reichen für die meisten allgemeinen Tätigkeiten als Warnschutz aus, solange keine besonderen Gefährdungen vorliegen. Sie müssen aber in jedem Fall allen Anforderungen der EN ISO 20471 „Warnschutz“ (Klasse 1 und 2) entsprechen.
Zuverlässige Expertise
Bei der Produktwahl sollten Unternehmen kein Risiko hinsichtlich der gesetzlichen Vorgaben eingehen. Im Technischen Handel bekommen sie zuverlässige Expertise und eine Beratung, die auf ihre Branche und deren spezifische Anforderungen zugeschnitten ist. Wolfgang Möwius, Vorsitzender der Fachgruppe „Persönliche Schutzausrüstungen“ im VTH Verband Technischer Handel, erklärt: „Der Technische Handel stellt bei Auswahl und Beschaffung sicher, dass Westen wirklich die Norm EN ISO 20471 erfüllen, nicht nur die Angabe der Norm. Dazu führt der Händler eigene Tests oder Stichprobenprüfungen durch.“
Die Betriebe sollten sich auch ihrer eigenen Verantwortung bewusst sein. Schon aus rechtlichen Gründen müssen sie immer eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und danach entscheiden, welche Ausrüstung die zur Gefährdung passende ist. Bei höherem Gefährdungsgrad ist die Warnweste alleine nicht mehr ausreichend. Dann muss eine den ganzen Körper bedeckende Warnschutzkleidung für die Mitarbeitenden beschafft werden.
Variierende Gefährdungen
Einheitliche Lösungen für alle Branchen sind dabei nicht praktikabel, weil die Gefährdungen je nach Tätigkeit und Ort stark variieren. Dort, wo Mitarbeiter gleich mehreren Risiken ausgesetzt sind, gilt der sogenannte Multinormschutz derzeit als modernster und wirtschaftlich sinnvollster Standard, da er den Bedarf an verschiedenen Einzelkleidungen ersetzt.
Es gibt aktuell mehrere technologische Entwicklungen, die das Potenzial haben, Warnschutz noch sicherer zu machen. Dazu zählen Textilien mit integrierten LEDs oder aktiver Beleuchtung, die die Sichtbarkeit unabhängig von Fremdlicht deutlich erhöhen. Auch Sensorik-Lösungen, die Bewegungen, Körperdaten oder Umgebungsbedingungen erfassen und in Echtzeit Warnsignale senden, gewinnen an Bedeutung. Parallel werden Hochleistungsfasern entwickelt, die leichter, atmungsaktiver und gleichzeitig widerstandsfähiger sind.
Durch seine Qualitätspartnerschaft mit renommierten Herstellern wie Bierbaum-Proenen, BIG Arbeitsschutz oder Planam kennt der Technische Handel diese Innovationen und kann dazu aus erster Hand beraten.