• Absturzsicherung, Fort- und Weiterbildungen, Höhensicherung

„Die richtige PSA ist eine Wertschätzung für die Mitarbeiter“

  • November 27, 2025

In den Genuss einer besonderen Fortbildung kam jetzt der aktuelle Spengler-Meisterkurs München: Beim Fachhändler und Schulungsanbieter Fallneda wurden sie einen Tag im Bereich PSAgA, Absturzsicherung und Rettung geschult. Die Redaktion begleitete die Veranstaltung.

Nicht nur das korrekte Anlegen der Gurte, auch das richtige Anschlagen der Verbindungsmittel und das Retten eines im Gurt hängenden Kollegen übten die Meisterschüler.

Mit Elmar Leyerer ist einer der Unternehmensgründer von Fallneda selbst gelernter Spenglermeister, einer der also „weiß, was ihr da draußen arbeitet“, wie er in seiner Begrüßung sagte. Erschreckenderweise musste er feststellen, dass ein großer Teil der Meisterschüler bislang keine Einweisung in irgendwelche Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) erhalten hatte. Umso wichtiger findet er das gemeinsam mit Maschinen Stockert erbrachte „Invest in unsere Zunft, die Spengler zur Fortbildung einzuladen.“

„In der Ausbildungsverordnung gibt es tatsächlich eine Lücke und auch im normalen Berufsschulwesen wird die persönliche Absturzsicherung nicht behandelt“, gestand auch Werner Fünfer, 1. Vorsitzender der Spenglermeistervereinigung Bayern. Dabei könnte seiner Ansicht nach die Lösung so einfach sein. „Für meinen Geschmack gehört da ein Fachmann hin, der in der Berufsschule das Thema entsprechend betreut“, so Fünfer. Ansonsten plädierte Fünfer dafür, dass Unternehmen mit ihren kompletten Teams an solchen Weiterbildungen mitmachen. „Wenn das nur die Chefs machen, bringt das herzlich wenig“, so Fünfer. Zumal auch nach DGUV die Einweisung in den Gebrauch der PSAgA jährlich in Theorie und Praxis verpflichtend zu wiederholen ist.

Elmar Leyerer (l.) mit seinen Trainern sowie dem Spengler-Meisterkurs und Vertretern der Bayrischen Spenglerinnung. // Fotos (2): Julian Baumann / Fallneda

Spengler-Meisterkurs eingeladen
Da auch Leyerer die Ansicht teilt, dass „in Sachen Sicherheit die Ausbildung verbesserungswürdig ist“, unterstützt er Bestrebungen zur Sicherheit der Spengler bei der Arbeit durch seine Fortbildung. Bereits zum dritten Mal hatte er jetzt einen Spenglermeisterkurs zu einer Fortbildung eingeladen, dieses Mal erstmals allerdings das Drumherum wie eine kleine Messe veranstaltet. Mehrere Unternehmen, die ebenfalls auf dem Dach oder in der Absturzsicherung zu Hause sind, begleiteten die Veranstaltung und standen der Spengler-Innung sowie den Meisterschülern zu sämtlichen Fragen Rede und Antwort. „Ich wollte den Meisterschülern einfach einmal zeigen, was der Markt so hergibt“, erläuterte Leyerer die Ausdehnung der Schulung zu einem kleinen Event. Alles unter der Prämisse: „Wir suchen Fachkräfte, aber schützen sie nicht“, so Leyerer, denn „die richtige PSA ist auch eine Wertschätzung für die Mitarbeiter.“

So hatten von Beal bis Zarges  partnerschaftlich verbundene Hersteller teils weite Anreisen für die Premiere dieses Events auf sich genommen und waren in der Summe mit der Veranstaltung auch zufrieden. „Ich habe viele neue interessierte Kontakte knüpfen können“, meinte beispielsweise Buffi Gollhardt, Country Sales Manager bei Beal. Er war recht unbedarft angereist hinsichtlich seiner Erwartungen, was bei der Veranstaltung passiert. „Dass es hier vorrangig ums Netzwerken geht, war klar. Aber durch die gute und enge Zusammenarbeit mit Fallneda bin ich gerne der Einladung gefolgt.“

Gutes Feedback von allen Seiten
Ähnlich lautete das Feedback von Christian Bickel, der den Vertrieb für Camp Safety in Deutschland verantwortet. „Das ist schon eine sehr gut organsierte Veranstaltung“, lobte er, „alles wurde speziell auf die Spengler zugeschnitten, die so auch gezeigt bekommen, was sie benötigen. Wir konnten Camp mit seinen Produkten prima präsentieren.“ Seitens Sicherheitskonzepte Breuer vom Niederrhein war Juniorchef Thomas Breuer angereist und konnte den Teilnehmern über die Anschlageinrichtungen und die vielen individuellen Konzepte für die Sicherheit auf dem Dach Auskunft geben. Auch die Firma Grün stellte ihre Absturzsysteme vor. „In der Summe eine erfolgreiche Veranstaltung“, so Sales Manager Andreas Schäfer, „die uns Position in der Region verstärkt hat.“

„Wir haben gutes Feedback von den Teilnehmern bekommen“, freute sich auch Carlos Cruz, der für Absturzsicherung bei Zarges verantwortlich zeichnet. „Genau unser Zielpublikum“, attestierte auch Martin Lang von der Meißner Sicherheitstechnik. „Insgesamt eine gelungene Veranstaltung.“ So lautete gemeinhin das Feedback, das auch Elmar Leyerer zu hören bekam. „Das hat heute richtig Spaß gemacht, die Resonanz war von allen Seiten gut“, freute er sich und kündigte eine Wiederholung an. Zumal der Erfolg vor allem bei den Adressaten spürbar war, denn für den Spengler-Meisterkurs „war alles neu, was sie hier und heute gelernt haben.“ Perfekt ins Bild passte dann natürlich auch, was nicht nur für körperlich aktive Handwerker wichtig ist. „Das Catering“, so Martin Lang, „war richtig klasse.“

Von Camillo F. Kluge

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