An der FIS Weltcup Skisprungschanze in Willingen im Sauerland richtete PSAgA-Spezialist Petzl unlängst wieder seinen FIT Workshop aus. Der Einladung zu diesen Feuerwehr Intensiv Tagen folgten Feuerwehrkräfte aus ganz Deutschland.
Unter dem Motto „Mit Spaß und Freude lernen, was im Ernstfall hoffentlich niemals passiert“ traten Höhenrettungsgruppen der deutschen Feuerwehren, also der Spezialkräfte für Rettungseinsätze an schwerzugänglichen Orten im Willingen an. In komplexen, aber realitätsnahen Übungsszenarien, wurden die Fertigkeiten der Teilnehmenden gefordert und unter nicht alltäglichen Bedingungen trainiert.
Sieben Notfallsituationen
Unter der Regie von Marek Proba, Leiter des Petzl Technical Institute (PTI), wurden sieben ungewöhnliche und doch nicht abwegige Notfallsituationen inszeniert. Zur erfolgreichen Bewältigung der Aufgaben war eine Bandbreite an Fertigkeiten gefragt: Kenntnisse aus der Speziellen Rettung aus Höhen und Tiefen (SRHT), Erfahrung mit Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) sowie klassischer Seilzugangs- und Positionierungstechnik (SZP) und Baumklettertechnik (SKT). Materialtechnisch hatten alle die gleichen Voraussetzungen: Petzl, weltweit führender PSAgA Hersteller und bewährter Partner der Höhenrettungsgruppen, stellte an jeder Station das Equipment, mit der die gestellten Aufgaben gemeistert werden konnten – die Ausgangslage war somit für alle gleich.
Wer während Aufgaben wie der Bergung von Personen aus einem Skiliftsessel oder einem wildbewachsenen Geländehang noch nicht ins Schwitzen kam, machte spätestens an der abschließenden Station am Skywalk Willingen große Augen: In 100 Metern Höhe über dem Grund galt es über die Balustrade der 665 Meter langen Hängebrücke zu klettern und sich frei schwebend an einem Seil in die Tiefe abzulassen – nichts für schwache Nerven. „Beim Petzl FIT Workshop steht nicht der Wettkampf im Vordergrund. Vielmehr geht es um den Vergleich verschiedener Einsatz-Taktiken der Gruppen, damit alle voneinander lernen können“, sagt Marek Proba.
Hohe Fachexpertise
„Es waren für alle sehr intensive Tage“, so Proba weiter. „Die Mischung aus der sehr hohen Fachexpertise unserer Petzl Technical Partner und den PTI-Trainern in Kombination mit einem wirklich spektakulären Veranstaltungsort macht diese SRHT-Fortbildung wirklich zur Extraklasse. Auch der viele Austausch und das damit entstehende Vernetzen der unterschiedlichsten Einheiten der Höhenrettung freut mich sehr“, lautete sein erstes Fazit. Dadurch entstehe ein Mehrwert, der weit über die Veranstaltung hinaus geht.
Ronja Brinkmann, Petzl Professional Außendienst Mitarbeiterin, ergänzte: „Die Stimmung war mega und zum Glück hat das Wetter auch super mitgemacht. Toll zu sehen, wie engagiert hier alle bei der Sache sind.“ Klingt nach Wiederholungsbedarf bei allen Beteiligten und so wird es auch sein: Bereits in 2026 wird es einen weiteren Petzl FIT Workshop geben – die Location bleibt allerdings noch geheim.