In industriellen Produktionsstätten und auf Betriebsgebäuden sind Flachdächer häufig mit zahlreichen technischen Anlagen versehen: Klimageräte, Lüftungskanäle, Kabeltrassen, Rohrleitungen, Abgasführungen oder Photovoltaikanlagen. Der Experte für Absturzsicherungen und Arbeitssicherheit Kee Safety erläutert, warum auf solchen Dächern sichere Zugänge, Überstiege und Plattformen unverzichtbar sind.
Für Wartungsarbeiten, Inspektionen oder Reparaturen auf Flachdächern müssen Beschäftigte die unterschiedlichsten Hindernisse wie eben Lüftungskanäle, Kabeltrassen oder Rohrleitungen regelmäßig überqueren. Nicht selten werden dafür selbstgebaute, waghalsige Eigenkonstruktionen verwendet – etwa durch ungesicherte Bretter oder das Übersteigen von Anlagen. Dies birgt erhebliche Risiken: Stolper- und Sturzgefahr, Beschädigung der Dachabdichtung, Beeinträchtigung von Rettungswegen und letztlich auch rechtliche Unsicherheiten für den Betreiber.
Sicherheitsrisiko selbstgebaute Konstruktionen
„In der Praxis begegnen uns auf Dächern immer wieder individuelle, teils improvisierte Zugangs- und Übergangslösungen, etwa aus Holzbohlen, Restmaterialien oder alten Paletten. Auch provisorische Leitern zwischen Dachbereichen sind leider keine Seltenheit. Diese Konstruktionen entstehen meist mit bestem handwerklichem Willen, entsprechen jedoch selten den heutigen Anforderungen an die Arbeitssicherheit sowie geltende Normen und Gesetze“, berichtet Sven Hess, Geschäftsführer von Kee Safety, aus seiner alltäglichen Erfahrung.
Überstiege und Laufstege schaffen hier Abhilfe. Sie ermöglichen einen sicheren, stabilen und klar geführten Zugang über Hindernisse und tragen wesentlich zur Betriebssicherheit auf Flachdächern bei. Selbstgebaute Konstruktionen oder einfache Leitern sind nicht nur ein Sicherheitsrisiko für Mitarbeiter und Wartungspersonal, auch das Dach selbst kann Schäden nehmen. Flachdächer sind in der Regel mit empfindlichen Abdichtungsschichten (z. B. Bitumenbahnen, PVC- oder EPDM-Folien) versehen. Eigenmächtiges Begehen oder improvisierte Übergänge können diese Schichten beschädigen und Undichtigkeiten verursachen.
Gleichmäßige Lastverteilung
Dachkonstruktionen sind zwar auf übliche Lasten wie Schnee, Wind oder Wartungspersonal ausgelegt, nicht jedoch auf punktuelle Belastungen durch unkontrolliertes Begehen oder provisorische Stege. Ein fachgerecht ausgelegter Überstieg oder Laufweg verteilt die Last gleichmäßig, schützt die Dachhaut und sorgt gleichzeitig für eine klare, definierte Wegeführung ohne Stolpergefahr.
Sichere Laufwege verhindern, dass Beschäftigte den „kürzesten Weg“ über empfindliche oder gefährliche Dachbereiche wählen. Sie reduzieren die Gefahr von Stolpern, Rutschen und Abstürzen, verbessern die Orientierung und erleichtern Wartungsabläufe. Eine strukturierte Wegeführung trägt zudem zur Einhaltung von gesetzlichen Arbeitsschutzrichtlinien bei und ermöglicht eine effiziente Kontrolle und Wartung der Dachflächen.
Klare Vorgaben für sicheren Zugang
Für den sicheren Zugang zu technischen Anlagen gelten in Deutschland klare Vorgaben – etwa aus der Arbeitsstättenverordnung, der Betriebssicherheitsverordnung, den DGUV-Vorschriften sowie den Normenreihen EN 14122 (Zugänge zu maschinellen Anlagen) und EN 516 (Laufstege, Trittflächen). Improvisierte Lösungen erfüllen diese Anforderungen in der Regel nicht. Übersteigsysteme und Plattformen sowie Dachlaufstege, die nach anerkannten Normen gefertigt sind, bieten dagegen nachweisbare Sicherheit und Rechtssicherheit für Betreiber und Instandhalter und können individuell an die jeweils vor Ort gegebene Situation angepasst werden.
In der Praxis haben sich verschiedene Typen von Übersteigsystemen und Plattformen sowie Dachlaufstegen, etabliert:
- freistehende Überstiege – kompakte Systeme zum sicheren Überqueren von Kabeltrassen, Rohrleitungen oder kleineren Dachaufbauten
- durchgehende Laufstege – rutschhemmende Laufwege, die Wartungsrouten über größere Dachflächen definieren
- Wartungs- und Arbeitsplattformen – stabile, ebene Flächen für Arbeiten an technischen Anlagen, oft mit integriertem Geländer
- kombinierte Systeme – modulare Kombination aus Überstiegen, Laufstegen und Plattformen für komplexe Dachlandschaften
Alle Systeme dienen demselben Ziel: einen sicheren, nachvollziehbaren Zugang auf dem Dach zu schaffen – ohne die Dachstruktur zu gefährden.
Die Vorteile für Betreiber und Beschäftigte sind klar:
- erhöhte Arbeitssicherheit – Reduzierung von Sturz- und Stolperrisiken
- Schutz der Dachabdichtung – keine Beschädigung durch punktuelle Belastung
- Einhaltung gesetzlicher Vorschriften – normgerechte Ausführung sorgt für Rechtssicherheit
- effizientere Wartungsprozesse – klar definierte Zugänge sparen Zeit und Kosten.
- langfristige Investitionssicherheit – modulare Systeme sind erweiterbar und langlebig
Als Experte für Absturzsicherungen und Arbeitssicherheit bietet Kee Safety neben kollektiven Schutzsystemen wie Absturzsicherungsgeländern auch eine umfassende Auswahl an Überstiegen, Wartungsplattformen und Arbeitsplattformen für Flachdächer und industrielle Umgebungen. Die Systeme – ob individuell gefertigt oder im Standardmaß – sind modular aufgebaut, montagefreundlich und erfüllen alle einschlägigen Normen.
Dank witterungsbeständiger Materialien wie Aluminium oder verzinktem Stahl gewährleisten sie dauerhaft sicheren Zugang zu technischen Anlagen auf dem Dach – ohne die Dachhaut zu durchdringen. Mit Lösungen wie Kee Platform, Kee Walk und Kee Step lassen sich Hindernisse sicher und effizient überbrücken – vom kompakten Einzelüberstieg bis zur großflächigen Wartungsplattform.
Normgerechte und langlebige Lösungen
Sichere Übersteigsysteme und Plattformlaufwege sind ein zentraler Bestandteil des Arbeitsschutzes auf Flachdächern. Sie ermöglichen eine klare, sichere Wegeführung über technische Hindernisse, schützen die Dachstruktur und erhöhen die Effizienz bei Wartung und Inspektion. Unternehmen, die frühzeitig in normgerechte und modulare Lösungen investieren, profitieren langfristig von höherer Sicherheit, geringeren Instandhaltungskosten und rechtlicher Absicherung.
„Unsere Aufgabe ist es, sichere, normgerechte und langlebige Lösungen herzustellen. Deshalb nehmen wir uns bei jedem Vor-Ort-Termin die Zeit und gehen mit dem Kunden typische Laufwege ab und identifizieren dabei potentielle Gefahrenstellen rund um die vorhandenen Dachaufbauten, um daraus ein durchdachtes und sicheres Gesamtkonzept abzuleiten“, erklärt Hess. So unterstützt Kee Safety Betreiber und Planer bei der fachgerechten Auswahl und Umsetzung solcher Systeme – für sichere Wege auf jedem Dach.