In Industrien, die den Umgang mit schmierigen oder öligen Materialien erfordern, ist der Schutz der Hände von zentraler Bedeutung. Sei es in der Industrie, Metallverarbeitung, Automobilindustrie, oder in Wartungs- und Reparaturbetrieben – zuverlässige Handschuhe sind essenziell, um Arbeitsunfälle zu vermeiden und effiziente Prozesse sicherzustellen. Ejendals, Spezialist für hochwertige Schutzlösungen für Hände und Füße, stellt mit seiner neuen Kollektion von Tegera Oil Grip-Handschuhen eine richtungsweisende Innovation vor.
Die komplexen Anforderungen und steigenden Nachfragen an hochfunktionelle Schutzhandschuhe war der Anlass für die Neuentwicklung. Nach Angaben der Fortune Business Insights zeigt der globale Markt für Schutzhandschuhe ein beachtliches Wachstumspotenzial. Ausgehend von einem geschätzten Wert von 25,24 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 wird erwartet, dass er bis 2032 auf 38,11 Milliarden US-Dollar anwächst, was einer jährlichen Wachstumsrate von 4,6 Prozent entspricht. Dieses Wachstum wird durch ein gesteigertes Sicherheitsbewusstsein in verschiedenen Branchen angetrieben.
Gleichzeitig gewinnt jedoch auch die Frage an Bedeutung, wie dieses Wachstum mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit vereinbar ist. Unternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung, nicht nur leistungsstarke, sondern auch umweltfreundliche Lösungen zu entwickeln, die den Anforderungen des Marktes gerecht werden. Hochwertiger Handschutz muss somit auch das Thema Nachhaltigkeit adressieren. „Unsere acht neuen Oil Grip-Handschuhe kombinieren hervorragende Griffigkeit mit einer robusten Ölsperre – eine Kombination, die in dieser Form bisher einzigartig ist“, erklärt Karin Hedlund, Produktentwicklerin bei Ejendals. „Gleichzeitig legen wir besonderen Wert auf Komfort und Nachhaltigkeit, um den Anforderungen moderner Arbeitsumgebungen gerecht zu werden.“
Neue Technologien im Fokus
Fortschrittliche Technologien, die Sicherheit, Komfort und Funktionalität vereinen, sind die Basis für die Oil-Grip-Modelle. Die Tegera OGT (Oil Grip Technology) verbessert den Grip in öligen, feuchten Arbeitsumgebungen und sorgt damit für mehr Kontrolle und „sicheres Zupacken“ bei der Arbeit. Dies wird durch eine spezielle Nitrilschaum-Beschichtung ermöglicht, die auf die Handschuhe aufgetragen wird und so eine rutschfeste Oberfläche schafft.
Nitrilschaum ist eine technische Modifizierung der klassischen Nitril-Beschichtung. Durch die Schäumung wird die dichte Nitrilmasse mit mikroskopisch kleinen Luftkanälen versehen, was die Atmungsaktivität erhöht und den Tragekomfort verbessert. Zudem bietet Nitrilschaum verbesserte Griffeigenschaften in trockenen, feuchten und öligen Umgebungen.
Für einen umfassenden Schutz vor Ölkontakt bietet die Tegera OBT (Oil Barrier Technology) eine robuste Barriere bzw. Ölsperre. Hierbei wird die Oberfläche der Handschuhe in einem speziellen Verfahren dreifach mit Nitril beschichtet. Diese Technologie verhindert das Eindringen von Öl und sorgt für eine langlebige Schutzwirkung. Die dreifache Tauchbeschichtung erhöht zudem die Dichte und Beständigkeit der Handschuhe gegenüber Flüssigkeiten und Chemikalien, wodurch ein effektiver Schutz in anspruchsvollen Arbeitsumgebungen gewährleistet wird. Die OTB-Technologie sorgt dafür, dass die Hände während des Tragens trocken bleiben. Dies trägt maßgeblich dazu bei, die natürliche Hautbarriere zu erhalten und zu schützen. Eine intakte Hautbarriere ist essenziell, um das Eindringen von Krankheitserregern wie Bakterien und Pilzen zu verhindern.
Feuchtigkeit auf der Haut führt dazu, dass die äußere Hornschicht aufquillt. Dadurch werden die Poren und Zwischenräume der Haut erweitert, was eine Eintrittspforte für Mikroorganismen schaffen kann. Insbesondere bei längerer Feuchtigkeitseinwirkung kann die natürliche Schutzfunktion der Haut beeinträchtigt werden. Trockene Hände hingegen – wie sie durch die OTB-Technologie gefördert werden – helfen, die Hautstruktur stabil zu halten und das Risiko von Infektionen zu minimieren.
„Zwei unserer acht Modelle sind gleichzeitig als Chemikalienschutzhandschuhe zertifiziert“, erklärt Karin Hedlund. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Ejendals auf dem Schutz vor Schnittverletzungen. „Die Tegera CRF (Cut Resistant Fibre) Technologie kombiniert einen hohen Schnittschutz mit einer ausgezeichneten Beweglichkeit und einem guten Tastempfinden“, betont die Ejendals-Produktentwicklerin. Die Handschuhe bestehen aus strapazierfähigen Verstärkungsfasern, die Schutz und Tragekomfort miteinander vereinen. „Diese speziellen Fasern sind so konzipiert, dass sie eine hohe Schnittfestigkeit bieten, ohne die Flexibilität oder das Feingefühl zu beeinträchtigen, was besonders in präzisen Arbeitsbereichen von Vorteil ist“, so Karin Hedlund.
Griffigkeit und Ölschutz – auch unter Extrembedingungen
Die von Ejendals eingesetzte Technologie sorgt für eine außergewöhnliche Griffigkeit, auch bei öligen oder glatten Materialien, und bietet gleichzeitig eine effektive Barriere gegen das Eindringen von Schmierstoffen. Besonders in Bereichen wie der Metallbearbeitung, wo Bauteile und Maschinen häufig mit Öl behandelt werden, minimieren die Handschuhe das Risiko von Ausrutschern und Verletzungen. Durch den besonderen Grip rutschen ölige und nasse Bauteile nicht mehr aus der Hand und erhöhen damit nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Produktivität. „Bisherige Nitrilbeschichtungen wurden im Kontakt mit Feuchtigkeit seifig. Das hatte unter Umständen zur Folge, dass Werkstücke aus der Hand fallen konnten“, so Hedlund. „Bei der Oilgrip-Beschichtung ist dies nicht der Fall, was zu einer erheblichen Verbesserung der Griffigkeit führt. Die dünne Beschichtung bietet zudem mehr Flexibilität.“
Maximale Fingerfertigkeit und Tragekomfort
Ein weiteres Highlight der Kollektion ist die Balance zwischen Schutz und Flexibilität. Mit der höchsten Fingerfertigkeitsbewertung ermöglichen die Handschuhe präzises Arbeiten, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Das fein gestrickte Material (18 Gauge) sorgt für eine optimale Passform und hohen Tragekomfort, selbst bei längeren Einsätzen. So können Mitarbeitende sicher arbeiten, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Die Hände ermüden Dank der verbesserten Ergonomie nicht so schnell.
Nachhaltigkeit:
Ein entscheidender Faktor
Kam früher bei den Handschuhen zumeist Polyamid als Trägermaterial zum Einsatz, so möchten Kunden heute nachhaltige Lösungen. Ejendals unterstreicht mit den neuen Handschuhen auch sein Engagement für umweltfreundliche Lösungen. Die Innenfutter der nicht schnittfesten Varianten bestehen zu über 90 Prozent aus recyceltem Polyester, während die schnittfesten Modelle einen Anteil von über 30 Prozent recyceltem Material aufweisen, ergänzt durch die firmeneigene Tegera CRF-Technologie für Schnittschutz. Dieser Fokus auf nachhaltige Materialien trägt dazu bei, die Umweltbelastung zu reduzieren – ein Schritt, der die Verantwortung des Unternehmens für kommende Generationen reflektiert. „Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie“, betont Karin Hedlund.
Touchscreen-kompatibel für die digitale Arbeitswelt
In modernen Arbeitsumgebungen spielt die Interaktion mit digitalen Geräten eine zentrale Rolle. Daher sind alle Modelle der Tegera Oil Grip-Kollektion Touchscreen-kompatibel. Dies ermöglicht es den Nutzern, ohne lästiges Ausziehen der Handschuhe, Steuergeräte zu bedienen, was sowohl Zeit spart als auch den Arbeitskomfort erhöht.
Die Tegera Oil Grip-Handschuhe sind für eine breite Palette von Anwendungen konzipiert. Egal ob beim Bedienen von CNC-Maschinen, bei Montagearbeiten oder bei der Wartung von Fahrzeugen – diese Handschuhe bieten Schutz und Funktionalität in einem. Zudem erfüllen zwei der acht neuen Modelle die Zertifizierung für Chemikalienschutzhandschuhe.
Mit dieser neuen Kollektion stellt Ejendals einmal mehr unter Beweis, dass innovatives Produktdesign, Nachhaltigkeit und Praxistauglichkeit Hand in Hand gehen können. Für Unternehmen, die in ölhaltigen Arbeitsumgebungen tätig sind, eröffnen die Tegera Oil Grip-Handschuhe neue Standards in puncto Sicherheit und Effizienz. „Unser Ziel war es, einen Handschuh zu entwickeln, der den hohen Anforderungen der Industrie gerecht wird und gleichzeitig die Umwelt respektiert – das ist uns mit dieser Kollektion gelungen“, resümiert Karin Hedlund.
Ambitionierte Ziele für Arbeitsschutz und Umwelt
Der aktuelle Nachhaltigkeitsreport 2024 dokumentiert eine klare und messbare Nachhaltigkeitsstrategie, die sich an konkreten Zielen für 2025 orientiert und alle wesentlichen Bereiche von Gesundheit und Sicherheit über Ethik und Lieferkettenmanagement bis hin zu Produktinnovation, Energieverbrauch und Chemikalienmanagement umfasst. Ejendals setzt dabei auf eine umfassende doppelte Wesentlichkeitsanalyse, die als Grundlage für die zukünftige Berichterstattung nach den EU-Richtlinien (CSRD) dient und die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen entlang der gesamten Wertschöpfungskette identifiziert hat.
„Im Bereich der Produkte setzen wir auf eine breite Palette zertifizierter und nachhaltiger Artikel“, erklärt Veronika Seliger, Distribution Relationship Manager bei Ejendals. Dazu gehört die Auszeichnung mit dem EU Ecolabel oder dem Oeko-Tex-Siegel. Das Naturmaterial Leder stammt bei elf Handschuhmodellen zu 100 Prozent aus LWG-zertifizierten Gerbereien, was eine transparente und verantwortungsvolle Materialbeschaffung sicherstellt. Zudem werden innovative Materialien wie bio-attribuierte Dyneema-Fasern in schnittfesten Handschuhen eingesetzt, und der Anteil an recycelten und bio-basierten Rohstoffen wird kontinuierlich erhöht. Nur einige Beispiel für das nachhaltige Schuh- und Handschuhsortiment. Auch bei den Verpackungen denkt das Unternehmen an die Umwelt. Beispielsweise sind die Schuhkartons zu 100 Prozent aus recyceltem Karton gefertigt, und die Plastiktüten enthalten mindestens 50 Prozent Recyclinganteil.
Für 2025 plant Ejendals die Erstellung von Umweltproduktdeklarationen (EPD) für ausgewählte Schuh- und Handschuhmodelle sowie die vollständige Ermittlung der CO₂-Fußabdrücke aller Schlüsselprodukte mittels Lebenszyklusanalyse (LCA). Die Nachhaltigkeitsziele für 2025 sind ambitioniert. Im Bereich Ethik sollen 100 Prozent der produktbezogenen Lieferanten den Verhaltenskodex unterzeichnen, und 80 Prozent der direkten Materiallieferanten sollen durch Dritte im Bereich Arbeitsschutz auditiert werden. Zudem plant Ejendals, 40 Verbesserungsinitiativen bei Lieferanten im Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsbereich zu initiieren. Für 2025 ist geplant, 80 Prozent der direkten Materiallieferanten durch Dritte im Bereich Gesundheit und Sicherheit auditiert zu haben und 40 Verbesserungsinitiativen bei Lieferanten zu starten.
Im Umweltbereich sind klare Ziele für Energieverbrauch und Abfall definiert: Der Stromverbrauch soll unter 1200 kWh pro Million SEK Umsatz liegen, der Gesamtenergieverbrauch (Strom plus Heizung) unter 2400 kWh pro Million SEK, und die Abfallmenge unter 155 Kilogramm pro Million SEK. Darüber hinaus wird der Ausstieg aus kritischen Chemikalien wie PFAS, insbesondere C6 PFAS (PFHxA), aktiv vorangetrieben, unterstützt durch die Investition in ein eigenes Chemielabor zur proaktiven Materialprüfung.
Ebenso sollen die Emissionen von Treibhausgasen (GHG) nach dem GHG-Protokoll erfasst werden, wobei seit 2024 erstmals alle Firmenfahrzeuge in die Scope-1-Berechnung einbezogen werden. Die Standorte in Leksand und Jokipii nutzen bereits jetzt bis zu 100 Prozent nachhaltigen Strom, wobei die Solaranlage in Jokipii jährlich über 400 MWh erzeugt und rund 20 Prozent des Strombedarfs deckt. Zwischen 2018 und 2024 konnte der Stromverbrauch pro Umsatz um 52 Prozent und der Gesamtenergieverbrauch pro Umsatz um 46 Prozent gesenkt werden. Die Heizenergie in Jokipii basiert derzeit noch überwiegend auf Torf, dessen Ersatz durch klimafreundlichere Lösungen wie Geothermie geprüft wird, was eine Einsparung von etwa 500 Tonnen CO₂ jährlich ermöglichen würde. Die Emissionen der vorgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) werden ab 2025 systematisch erfasst, wobei Rohstoffe und Transport als Hauptverursacher identifiziert wurden.
„Unsere Mission ist der Schutz von Menschen am Arbeitsplatz – doch unser Ansatz reicht weit über die reine Unfallprävention hinaus. Nachhaltigkeit ist fest in unserer Unternehmens-DNA verankert und bildet die Grundlage für all unsere Schutzprodukte. Indem wir ökologische Verantwortung, Ressourcenschonung und höchste Qualitätsstandards konsequent miteinander verbinden, schaffen wir Lösungen, die sowohl die Sicherheit der Beschäftigten als auch den Schutz von Umwelt und Gesellschaft langfristig gewährleisten.