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Fokus auf Gewicht, Flexibilität und Dämpfung

  • April 21, 2026

Sicherheitsschuhe zählen zur am häufigsten getragenen persönlichen Schutzausrüstung – und zugleich zu der am stärksten unterschätzten. In vielen Branchen wirken sie täglich über viele Stunden auf den Bewegungsapparat der Beschäftigten ein. Mit der neuen Sport-Sicherheitsschuhkollektion verfolgt Delta Plus in Kooperation mit Maspica einen Ansatz, der Schutzfunktion, Ergonomie und Akzeptanz gleichermaßen adressiert.

Die Sicherheitsschuhe sollen die natürliche Bewegung des Fußes unterstützen und Ermüdung reduzieren. // Foto: Delta Plus/Ronald Zijlstra

Fehlende Dämpfung, unzureichende Stabilität oder ein zu hohes Gewicht können langfristig zu Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) beitragen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die ergonomische Auslegung von Sicherheitsschuhen zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund hat Delta Plus die neue Kollektion in Zusammenarbeit mit dem italienischen Spezialisten Maspica entwickelt, dessen Sixton-Modelle insbesondere im Premiumsegment als Referenz gelten. Ziel war es, die Lücke zwischen hochwertigen Einstiegsschuhen und technisch anspruchsvollen Profimodellen zu schließen.

Flexible Sohlenkonstruktion
Die fünf so entwickelten Modelle – Maratona, Cima, Campione, Rossi und Alpino – richten sich vor allem an Beschäftigte in der Logistik, Leichtindustrie und Außeninstandhaltung. Tätigkeitsfelder, in denen viel gegangen und gestanden wird. Entsprechend lag der Fokus der Entwicklung auf Gewicht, Flexibilität und Dämpfung. Eine Zehenkappe aus Verbundmaterial reduziert das Gesamtgewicht, während eine flexible Sohlenkonstruktion die natürliche Abrollbewegung des Fußes unterstützt. Ergänzt wird dies durch eine dauerhaft wirksame Dämpfung, die Stoßbelastungen beim Auftritt reduziert.

Der Entwicklungsprozess folgte einem mehrstufigen Vorgehen: Nach ersten Designentwürfen für Obermaterial und Sohle wurden mehrere Prototypen entwickelt und validiert. Besonderes Augenmerk galt dabei den Proportionen und dem Innenvolumen des Schuhs – entscheidende Faktoren für Tragekomfort und Ermüdungsverhalten. Die anschließende Industrialisierung erfolgte im Delta-Plus-Werk in Indien unter enger Begleitung der Produktmanager und des Entwicklungsteams. Nähte, Komfortschäume und Fertigungsdetails wurden iterativ optimiert, um eine reproduzierbare Qualität bei gleichzeitig wirtschaftlicher Fertigung zu gewährleisten.

Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen
Ein zentrales Thema der Produktstrategie ist die Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Delta Plus arbeitet hierzu mit Experten aus der Bewegungswissenschaft zusammen, um biomechanische Erkenntnisse gezielt in die Produktentwicklung zu integrieren. Analysiert werden unter anderem Stoßbelastung, Stabilität beim Fußaufsatz und der Vortrieb beim Abrollen. Ziel ist es, Sicherheitsschuhe zu entwickeln, die die natürliche Bewegung des Fußes unterstützen und Ermüdung reduzieren – ein Ansatz, der insbesondere vor dem Hintergrund alternder Belegschaften und steigender Fehlzeiten an Relevanz gewinnt.

Die ersten Rückmeldungen aus dem Markt zeigen eine hohe Akzeptanz bei den Anwendern. Damit unterstreicht die neue Kollektion einen Trend, der den Arbeitsschutz zunehmend prägt: Persönliche Schutzausrüstung wird nicht mehr nur an Normen gemessen, sondern auch an ihrem Beitrag zu Gesundheit, Wohlbefinden und langfristiger Leistungsfähigkeit.

Weitere Modelle auf derselben Entwicklungsplattform, darunter Varianten für internationale Normen, sind bereits in Vorbereitung.

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