Auf eine erfolgreiche sportliche Laufbahn kann Clara Woltering zurückblicken. Die heute 43-jährige Handballerin stand in 222 Länderspielen im Tor der deutschen Nationalmannschaft und wurde dreimal zur Handballerin des Jahres gekürt. Heute agiert sie noch als Handball-Torwarttrainerin bei Borussia Dortmund. Dass sie ganz genau weiß, dass die richtige Ausstattung im Berufsalltag genauso wie im Sport wichtig ist, erklärt Clara Woltering im Interview mit Julia Prott von Atlas.
Clara Woltering ist staatlich geprüfte Landwirtin und betreibt gemeinsam mit ihren Eltern einen traditionsreichen Hof mit rund 250 Bullen. Der Hof befindet sich seit dem 13. Jahrhundert im Besitz ihrer Familie. Sie erkennt viele Parallelen zwischen dem Alltag auf dem Traditions-Gut und dem Leistungssport.
Du warst viele Jahre im Leistungssport aktiv. Was hat dich am Handball besonders geprägt?
Clara Woltering: Sicherlich gab es ganz viele besondere Momente. Das Schöne am Mannschaftssport ist, dass man diese Momente teilen kann und genau das macht sie immer wieder besonders. Handball ist natürlich eine Sportart, in der es körperlich wirklich zur Sache geht und in der sehr viel Geschwindigkeit steckt. Ich muss sagen: Die Jahre haben unheimlich viel Spaß gemacht. Sie haben mich natürlich auch in meiner Persönlichkeit geprägt.
Welche Parallelen siehst du zwischen Sport und Arbeitswelt, besonders beim Thema Arbeitsschutz?
Woltering: Auch im Leistungssport gibt es Vorschriften und Regeln, an die wir uns halten müssen. Das hat auch mit Kleidung zu tun. Beim Handball spielen wir nicht mit Sicherheitsschuhen – wobei ich ehrlich bin: Im Tor hätte ich sie manchmal gebrauchen können. Ich habe mir auch im Schuh den dicken Zeh gebrochen. Hätte ich einen Sicherheitsschuh gehabt, wäre das sicherlich nicht passiert (lacht). Schuhwerk und die passende Kleidung sind enorm wichtig, weil sie einem ermöglichen, sich im Sport richtig zu bewegen.
Gilt das auch für die Ausstattung in der Landwirtschaft?
Woltering: Auf jeden Fall. Ich brauche bequeme, funktionale Bekleidung. Das ist in der Landwirtschaft ganz wichtig. Was ich wirklich täglich merke, ist, wie viele Schritte man eigentlich macht. Ich bin täglich immer bei 20.000 und mehr Schritten. Wenn ich dann klobige, unbequeme Schuhe habe, tun mir die Füße weh. Habe ich aber bequeme Schuhe, die Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig das Laufen erleichtern, dann erleichtert das meinen Arbeitsalltag. Das bedeutet auch, dass ich am Ende eines solchen Arbeitstages nicht ganz so müde und kaputt bin.
Ein wichtiges Thema ist auch Fußgesundheit. Wir denken bei Atlas nicht nur an den Sicherheitsschuh als Produkt, sondern ganzheitlich – etwa mit passenden Einlegesohlen oder orthopädischen Einlagen. Wie wichtig war für dich das Vertrauen in deinen Körper und deine Ausrüstung?
Woltering: Durch den Leistungssport lernt man viele Dinge kennen. Man lernt seinen Körper kennen, aber man weiß auch, dass der ganze Körper ganzheitlich zu sehen ist. Dementsprechend habe ich das Bewusstsein, dass man seinen Körper wirklich pflegen muss. Auch wenn ich als Torwarttrainerin aktiv bin, stehe ich nicht nur an der Seitenlinie, sondern werfe viele Bälle aufs Tor. Dementsprechend brauche ich meine Schulter, meinen Rücken und vieles mehr. Es ist unheimlich wichtig, seinen Körper als Ganzes zu sehen. Das fängt am Fuß an.
Trägst du selbst Einlegesohlen?
Woltering: Einlegesohlen sind bei mir tatsächlich ein Must-have, auch in meinen Arbeitsschuhen hier. Wenn ich ehrlich bin: Womit laufe ich am meisten herum? Mit meinem Arbeitsschuh. Dementsprechend muss er bequem sein. Deshalb brauche ich auch die passenden Einlegesohlen dafür, damit alles miteinander harmoniert, ich ein gutes Gefühl habe und mich gerne bewege.
Das ist eigentlich gut zusammengefasst. Viele unterschätzen die Wichtigkeit von Einlegesohlen und wie viel sie ausmachen können. Welche Rolle spielen Stabilität, Stand und Bewegung, damit du in deinem Alltag ein sicheres Gefühl hast?
Woltering: Ich trage den neuen Schuh aus der MAX-Serie mit BOA-Verschluss. Der BOA-Verschluss gibt mir sehr guten Halt. Durch den Sport bin ich oft umgeknickt, meine Bänder sind nicht mehr die stabilsten. Wenn ich in einem Arbeitsschuh stabil stehe, gibt mir das Sicherheit und Freiheit. Ich denke dann nicht ständig an alte Verletzungen. Gerade auf unebenem Boden ist ein sicherer Schuh enorm wichtig. Das kennt man selbst: Wenn etwas im Schuh nicht richtig sitzt, sich nicht richtig anfühlt oder man nach einer Stunde im Stehen merkt, dass man Schmerzen hat, ist die Motivation eine ganz andere.
Kannst du noch einmal zusammenfassen, wie sich die körperliche Belastung aus dem Leistungssport von der körperlichen Belastung in deinem Alltag unterscheidet?
Woltering: Es gibt viele Gemeinsamkeiten. Handball ist sehr körperlich, und auch in der Landwirtschaft brauche ich täglich viel Körpereinsatz. Viele Abläufe wiederholen sich, ähnlich wie im Training. Gleichzeitig kommen immer wieder unvorhergesehene Dinge dazu. An manchen Tagen ist es körperlich sehr anstrengend, an anderen steht mehr Büroarbeit an. Den Unterschied merkt man am Ende des Tages deutlich.
Ist dir in deinem Alltag ein bestimmter Faktor aufgefallen? Wir haben über verschiedene Wetterbedingungen und Untergründe gesprochen. Gibt es etwas bei den Schuhen oder bei deiner Arbeitskleidung, das dir besonders wichtig ist und den großen Unterschied macht?
Woltering: Auf jeden Fall. Früher habe ich für die Arbeit ausrangierte Jeans oder Ähnliches getragen. Heute gibt es funktionale Kleidung, und ein Wetterschauer oder Wetterumbruch macht einem dann nicht mehr so viel aus. Für eine Frau klingt es vielleicht ein bisschen verrückt, aber für mich ist das Shoppen von Arbeitskleidung zehnmal wichtiger als das Kaufen normaler Kleidung. Meine normalen Sachen ziehe ich am wenigsten an. Das Schöne ist auch, dass es mittlerweile wirklich Kleidung für Frauen gibt. Das gab es früher nicht. Ich hatte früher auch immer meine Probleme, die passende Hose zu finden. Heutzutage kann ich speziell für Damen schauen – auch bei den Schuhen, weil ich eine schmale Fußleiste habe.
Du trägst jetzt Atlas Schuhe. Was verbindest du mit der Marke?
Woltering: Als Erstes fällt mir Qualität ein. Die Marke war schon vorher präsent, aber durch das Sponsoring beim Deutschen Handballbund und beim BVB wurde der Kontakt enger. Dann habe ich die Schuhe ausprobiert und gemerkt: Darauf möchte ich nicht mehr verzichten. Sie sind sehr bequem, hochwertig und machen mir den Arbeitsalltag leichter.
Was macht für dich einen guten Sicherheitsschuh aus?
Woltering: Ein Sicherheitsschuh soll definitiv Sicherheit geben. Aber das ist mittlerweile, glaube ich, ein Punkt von vielen. Atlas kann auch die anderen Punkte bedienen, die für mich wichtig sind: Funktionalität, Beweglichkeit, nicht zu schwere Schuhe. Bei so vielen Schritten täglich merke ich das am Ende des Tages.
Was meinst du generell in Bezug auf die richtige Ausstattung – egal ob im Handball oder in der Landwirtschaft? Worauf müssen junge Menschen achten, die gerade in diese Bereiche hineinkommen?
Woltering: Ich würde sagen, man muss auf Funktionalität und Beweglichkeit achten – zum Beispiel bei einer Hose. Ich muss mich bewegen können, aber auch bestimmte Materialien mitnehmen können. Wie gut ein Produkt letztendlich ist, sieht man natürlich erst beim Gebrauch. Arbeitsbekleidung muss in der Landwirtschaft und im Handwerk viel aushalten. Sie muss funktional sein, und man muss sich wohlfühlen.
Und was würdest du Betrieben raten, wenn du ihnen einen Ratschlag geben könntest – wenn sie ihre Mitarbeitenden langfristig motivieren und schützen wollen?
Woltering: Ich finde, es geht nichts darüber, dass von den Firmen vernünftige Kleidung zur Verfügung gestellt wird, mit einer gewissen Auswahl. Wir Menschen sind alle unterschiedlich, und was für mich toll ist, ist vielleicht für den Nächsten nicht toll. Deshalb ist man bei Atlas gut beraten, weil eine große Produktpalette dahintersteht. Und zum Beispiel auch der Wagen der zu den Firmen kommt – die Fit-Trucks. Nicht jeder Fuß von jedem Mitarbeitenden ist derselbe. Manche haben breite oder schmale Füße. Dementsprechend ist es toll, dass es so ein Angebot gibt.
Genau. Dort wird ein 3D-Scan des Fußes gemacht, um Problemstellen oder Fehlstellungen zu erkennen.
Woltering: Genau, und dann kann man Einlegesohlen direkt anpassen lassen – natürlich BG-konform. Die Sohle muss schließlich zum Schuh passen.
Wenn du auf deine Karriere und deinen heutigen Alltag zurückblickst: Was hat dich besonders geprägt?
Woltering: Handball hat mich sehr viel gelehrt. Vor allem, für Erfolge zu arbeiten und Ziele langfristig zu verfolgen. Man erreicht nicht alles sofort, sondern braucht Zwischenetappen. Außerdem habe ich Teamarbeit zu schätzen gelernt. Als Team ist man stärker, als wenn man sich allein durchkämpft. Das gilt im Sport genauso wie im Alltag. Auch Niederlagen gehören dazu. Man muss sie verarbeiten, analysieren und dann wieder nach vorne schauen. Der Sport hat mich geprägt, und ich bin sehr dankbar für diese Zeit. Besonders wertvoll waren nicht nur die Erfolge, sondern auch die Freundschaften, die entstanden sind. Natürlich bringt man Opfer, verpasst Feiern oder private Termine. Aber wenn man dann Erfolge feiern darf – Champions League, Deutsche Meisterschaft, Pokalsieg, Nationalmannschaft oder Olympische Spiele – ist das unbezahlbar.