• Berufs- und Arbeitskleidung, PSA

Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette

  • Juli 23, 2026

Einen Weg, wie ökologische Verantwortung und Arbeitssicherheit zusammenpassen, hat PSA-Hersteller U-Power gefunden. Denn bei persönlicher Schutzausrüstung zählen nachhaltige Materialien nur dann, wenn auch die Sicherheit im Arbeitsalltag erhalten bleibt.

Bei dieser Serie handelt es sich laut U-Power um CO₂-neutral zertifizierte Sicherheitsschuhe. // Fotos (2): U-Power

Im Arbeitsschutz gelten hohe Anforderungen an Sicherheitsschuhe. Sie müssen vor mechanischen Risiken schützen, rutschhemmend sein, Belastungen im Arbeitsalltag standhalten und dauerhaft komfortabel sein. Nachhaltigere Materialien dürfen diese Schutzfunktion nicht schwächen. Deshalb setzt U-Power bei seinen grünen Lösungen in Zusammenarbeit mit BASF auf Komponenten aus recycelten Materialien – ohne Kompromisse bei Sicherheit und Qualität. Doch nicht nur auf Produktebene geht das Unternehmen den Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Immer weniger Umweltbelastungen verursachen
Giovanna Forzieri, ESG Manager bei U-Power: „Unsere Nachhaltigkeitsziele für die kommenden Jahre betreffen unsere gesamte Wertschöpfungskette. Ein zentraler nächster Schritt ist unser Dekarbonisierungsplan. Wir haben bereits damit begonnen, Emissionsreduktionsziele nach den Kriterien der Science Based Targets Initiative festzulegen. Dazu gehört auch, Emissionen in der Produktion und den Energieverbrauch der Werkshallen in Tunesien weiter zu senken. Für uns ist das ein entscheidender Schritt: Wir richten das Wachstum von U-Power an den globalen wissenschaftlichen Klimazielen aus, um als Unternehmen immer weniger Umweltbelastungen zu verursachen – und den Weg der Branche für Arbeitsschuhe und -bekleidung in eine emissionsfreie Zukunft mitzugestalten.“

Bereits 2021 brachte U-Power mit Red Industry Green die erste Serie mit 18, laut Unternehmen CO₂-neutral zertifizierten Sicherheitsschuhen auf den Markt. Sie kombiniert recycelte und erneuerbare Materialien mit einem Produktionsansatz, bei dem Emissionen reduziert und verbleibende Restemissionen über den Kauf von Emissionszertifikaten kompensiert werden. Die Vorgehensweise erfolgt nach den Kriterien der Vereinten Nationen. U-Power unterstützt damit von den UN anerkannte Klimaschutzprojekte wie zum Beispiel ein Wasserkraftwerk in Laos, das erneuerbare Energie erzeugt. Der gesamte Produktionsprozess bei U-Power wird überwacht und optimiert, um die Klimaauswirkungen zu messen und die CO₂-Emissionen so weit wie möglich zu senken. Mittlerweile umfasst das Portfolio der gesamten U-Power Group 53 CO₂-neutral zertifizierte Schuhmodelle.

Diese Serie kombiniert recycelte und erneuerbare Materialien mit einem Produktionsansatz, bei dem Emissionen reduziert und verbleibende Restemissionen über den Kauf von Emissionszertifikaten kompensiert werden.

Erneuerbare statt fossiler Rohstoffe
Zum Einsatz kommen unter anderem Sohlen und Fußbetten aus Polyurethan von BASF, die nach dem Biomassenbilanz-Ansatz hergestellt wurden. Dabei ersetzen erneuerbare Rohstoffe in der Wertschöpfungskette fossile Rohstoffe. Gleichzeitig verwendet U-Power Materialien, die zu einem erheblichen Teil aus recycelten Grundstoffen bestehen, etwa Schnürsenkel aus recycelten Plastikflaschen oder Obermaterial aus recyceltem Polyamid. Die 18 Modelle der Marke U-Power sind je nach Anwendungsbereich mit unterschiedlichen Obermaterialien und Sohlentechnologien ausgestattet.

Für U-Power endet Nachhaltigkeit nicht beim Produkt. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg war die wiederholte Auszeichnung mit der Eco Vadis-Goldmedaille im vergangenen Jahr. Damit gehört U-Power zu den oberen fünf Prozent der von Eco Vadis bewerteten Unternehmen. Bewertet werden dabei unter anderem Umweltmanagement, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung. Für U-Power ist die Auszeichnung jedoch kein Abschluss, sondern Teil eines langfristigen Wegs hin zu mehr Nachhaltigkeit. Das Unternehmen setzt auch in der Produktion konkrete Maßnahmen um. Dazu gehören faire Löhne über dem lokalen Standard, soziale Maßnahmen für Mitarbeitende sowie Investitionen in bessere Arbeitsbedingungen. Im Werk in Tunesien, in dem mehr als 4.000 Menschen beschäftigt sind, wurden unter anderem Maßnahmen zur Gesundheitsversorgung und zum Arbeitsumfeld umgesetzt. Dazu zählen der Ausbau der Krankenversicherung für Mitarbeitende, regelmäßige Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen wie Mammographien für Frauen sowie ein neues Kühlungssystem in den Produktionshallen. Damit verbindet U-Power ökologische und soziale Verantwortung mit dem Kerngedanken des Arbeitsschutzes: Menschen bei der Arbeit zu schützen. Nachhaltigkeit bedeutet in diesem Verständnis nicht nur, Ressourcen zu schonen und Emissionen zu reduzieren. Sie bedeutet auch, Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu übernehmen.

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