Auf Baustellen, im Straßenbau und vielen weiteren Handwerksdiensten verbringen Beschäftigte oft viele Stunden täglich im Freien. Damit steigt auch die Belastung durch UV-Strahlung – eine Gefahr, die häufig unterschätzt wird, weiß man bei Fristads. Schon kurze Aufenthalte in direkter Sonne können langfristige Hautschäden verursachen. UV-Strahlung gilt zudem als krebserregend und zählt heute zu den wichtigsten Ursachen für anerkannte Berufskrankheiten in der Bauwirtschaft.
Dass UV-Strahlung ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko darstellt, zeigen internationale Forschungsergebnisse. Die Weltgesundheitsorganisation sowie die Internationale Agentur für Krebsforschung stufen natürliche UV-Strahlung als eindeutig krebserregend für den Menschen ein. In Deutschland erkranken jährlich mehr als 200.000 Menschen an Hautkrebs, dessen häufigste Ursache die UV-Strahlung der Sonne ist.
Schutz durch geeignete Arbeitskleidung
Besonders betroffen sind Beschäftigte im Freien. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung arbeiten in Deutschland rund sieben Millionen Menschen regelmäßig unter freiem Himmel. Studien zur beruflichen UV-Exposition zeigen, dass Bauarbeiter im Jahresverlauf um ein Vielfaches der UV-Strahlung gegenüber Beschäftigten in Innenräumen ausgesetzt sind. „UV-Strahlung wirkt schleichend. Die Schäden entstehen nicht nach einem einzelnen sonnigen Arbeitstag, sondern durch jahrelange Exposition im Berufsalltag“, erklärt die Produktspezialistin des Workwear-Herstellers Fristads, Lena Bay Højland. „Gerade deshalb wird der Schutz durch geeignete Arbeitskleidung immer wichtiger.“
Eine der wirksamsten Maßnahmen im Arbeitsalltag ist Kleidung, die den Körper möglichst vollständig bedeckt. Gerade Schultern, Nacken und Unterarme sind bei Arbeiten im Freien besonders stark der Sonne ausgesetzt. Die Herausforderung: Im Sommer muss Arbeitskleidung gleichzeitig leicht, atmungsaktiv und bewegungsfreundlich sein. Moderne Workwear setzt deshalb auf funktionale Materialien, die Schutz und Komfort miteinander verbinden.
Entscheidend ist dabei eine Zertifizierung nach EN 13758-2, die bestätigt, dass Textilien über geprüfte UV-Schutzeigenschaften verfügen. Kleidung mit einem hohen UV-Schutzfaktor kann einen Großteil der schädlichen Strahlung blockieren und so die Haut effektiv schützen.
UV-Schutz durch Arbeitskleidung – darauf kommt es an:
- UPF statt SPF:
Während Sonnencremes mit dem Lichtschutzfaktor (SPF) arbeiten, wird der UV-Schutz von Textilien mit dem UPF-Wert (Ultraviolet Protection Factor) angegeben. Ein UPF 40 bedeutet beispielsweise, dass nur etwa 1/40 der UV-Strahlung durch den Stoff zur Haut gelangt. - Norm EN 13758-2:
Diese Norm legt fest, welche Anforderungen Textilien erfüllen müssen, um als UV-schützende Kleidung zertifiziert zu werden. Dabei werden unter anderem Materialstruktur, UV-Durchlässigkeit und Haltbarkeit des Schutzes geprüft. - Schutz ohne Nachcremen:
Im Gegensatz zu Sonnencreme bietet Kleidung konstanten Schutz, solange die Haut bedeckt ist. Gerade bei körperlicher Arbeit, Schweiß oder Staub kann dies ein entscheidender Vorteil sein. - Langärmlige Kleidung schützt besonders effektiv:
Arbeitsschutzexperten empfehlen bei Tätigkeiten im Freien möglichst langärmlige Oberteile und lange Hosen, um besonders exponierte Hautpartien wie Schultern, Nacken und Unterarme abzudecken. - Warnschutz und UV-Schutz kombinieren:
Moderne Workwear verbindet heute häufig Warnschutz nach EN ISO 20471 mit UV-Schutz nach EN 13758-2. So lassen sich Sicherheitsanforderungen und gesundheitliche Prävention in einem Kleidungsstück vereinen
Angenehmes Tragegefühl bei höheren Temperaturen
Ein Beispiel sind langärmlige Warnschutzshirts wie das High Vis T-Shirt Langarm 7457 THV oder das High Vis T-Shirt Langarm 7519 THV, die neben Warnschutz nach EN ISO 20471 auch einen zertifizierten UV-Schutz mit UPF 40+ bieten. Das Material aus Baumwolle und Polyester sorgt dabei für ein angenehmes Tragegefühl auch bei höheren Temperaturen. „Gerade im Bau- und Straßenbau empfiehlt sich langärmlige Kleidung, die den Körper vollständig bedeckt, ohne dass die Träger ins Schwitzen geraten“, sagt Lena Bay Højland: „Leichte Materialien und atmungsaktive Stoffe sorgen dafür, dass der Schutz auch an heißen Tagen akzeptiert wird.“
Für einen wirksamen Schutz reicht ein geeignetes Oberteil allein jedoch nicht aus. Auch die Beine sind bei Arbeiten im Freien dauerhaft der Sonne ausgesetzt. Hier kommen moderne Warnschutzhosen mit integriertem UV-Schutz ins Spiel. Ein Beispiel sind Modelle aus dem Trofta Warnschutz-Konzept von Fristads, etwa die High Vis Green Hose 2651 GPLU. Die Hose kombiniert Warnschutz nach EN ISO 20471 mit UV-Schutz nach EN 13758-2 und erreicht ebenfalls einen Schutzfaktor von UPF 40+. Gleichzeitig sorgt ein Materialmix aus recyceltem Polyester und Bio-Baumwolle für Robustheit und Tragekomfort.
Praktische Details wie Codura-verstärkte Knietaschen, Werkzeug- und Zollstocktaschen oder verstellbare Beinlängen zeigen, dass UV-Schutzkleidung heute keine Kompromisse bei Funktionalität erfordert. Die Hosen sind zudem für Industriewäsche geeignet und behalten ihre Schutzwirkung auch nach zahlreichen Waschzyklen. Auch Varianten mit Stretchanteil wie die High Vis Green Stretchhose 2645 GSTP aus dem Stiby Konzept bieten zusätzlichen Komfort durch elastische Materialien und Bewegungsfreiheit – ein wichtiger Faktor bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten im Bau- und Straßenbau. „Der Schlüssel liegt in der Kombination aus Schutzfunktion und Komfort“, so die Fristads-Expertin Højland: „Wenn Kleidung leicht, flexibel und luftdurchlässig ist, wird sie auch konsequent getragen – und genau das ist für den Arbeitsschutz entscheidend.“
Arbeitsschutzexperten empfehlen, Maßnahmen gegen UV-Strahlung bereits frühzeitig zu planen. Neben organisatorischen Lösungen wie angepassten Arbeitszeiten oder schattigen Pausenbereichen spielt persönliche Schutzausrüstung eine zentrale Rolle. Zertifizierte Arbeitskleidung nach EN 13758-2 ist dabei ein wichtiger Bestandteil eines umfassenden Schutzkonzepts. Sie ermöglicht es Unternehmen, den Schutz ihrer Beschäftigten dauerhaft zu verbessern – insbesondere in Berufen mit hoher Sonnenexposition.