• Maschinenschutzeinrichtung

Richtlinie zu Hand-Arm-Schwingungen

  • August 13, 2026

Hand-Arm-Schwingungen durch Maschinen, Werkzeuge und Arbeitsgeräte können langfristig gesundheitliche Auswirkungen haben und sind daher Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung im Arbeitsschutz. Der Verband Deutscher Ingenieure (VDI) stellt einen Entwurf zur Aktualisierung der Richtlinie vor. 

Hand-Arm-Schwingungen wie sie zum Beispiel beim Schleifen vorkommen, können langfristig gesundheitliche Auswirkungen haben. // Foto: Elke / Pixabay

Mehrere Millionen Beschäftigte sind täglich mechanischen Schwingungen ausgesetzt, die in einer Vielzahl von Prozessen und Arbeitsvorgängen entstehen und eben langfristig gesundheitliche Konsequenzen haben können. Mit dem Entwurf der überarbeiteten Richtlinie VDI 2057 Blatt 2 werden die allgemeinen Hinweise zur Beurteilung von Hand-Arm-Schwingungen aktualisiert und um neue Erkenntnisse aus Studien ergänzt.

Der Entwurf der VDI 2057 Blatt 2 bündelt allgemeine Grundsätze zur Ermittlung der Belastung durch Hand-Arm-Schwingungen und beschreibt ein einheitliches Verfahren zur Bewertung dieser Schwingungsexposition. Aus den physikalischen Messdaten wird dabei ein frequenzbewerter Beschleunigungswert als zentrale Kenngröße abgeleitet. Dabei wird berücksichtigt, dass unterschiedliche Frequenzen unterschiedlich auf den Menschen wirken.

Es werden keine Grenzwerte für die Zumutbarkeit oder Zulässigkeit von Schwingungsbelastungen gegeben. Der Richtlinien-Entwurf enthält jedoch Richtwerte und Empfehlungen zur Bewertung von Hand-Arm-Schwingungen im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf den Menschen.

Die neue Ausgabe integriert neben aktualisierten Normenbezügen auch Erkenntnisse aus aktuellen Fallstudien und greift zudem die Auswirkungen der neuen Maschinenverordnung auf.

« zurück